04. März 2021

So meistert Campus die Coronakrise

 

Nun dauert die Corona-Pandemie schon fast ein Jahr. Wir alle erleben dabei massive Einschränkungen und neue Herausforderungen im Berufs- wie im Privatleben. An vielen Stellen nehmen wir Chaos wahr – oder zumindest eine enorme Komplexität.

Komplexität und Chaos liegen außerhalb unserer geordneten Welt, in der wir die Dinge im Griff haben, Zusammenhänge durchschauen und unsere Regeln, Lösungen und Best Practices funktionieren. Daher waren wir im Pradtke Campus überzeugt, dass es an der Zeit ist, Dinge anders zu machen, Regeln in Frage zu stellen, uns weit aus unserer Komfortzone hinauszuwagen und neue Strategien zu entwickeln, um diese Krise zu meistern. Im Wissen, dass wenn es gut läuft, wir danach schlauer sind, mehr Handlungsoptionen haben und zumindest mit ähnlichen Situationen in Zukunft schneller besser umgehen werden.

Webinar? Ja. Nein. Vielleicht.

Bis März 2020 war es für uns, genau wie für unsere Kunden, unvorstellbar, ganztägige Trainings in Webinarform durchzuführen. Wir fanden dies zu unpersönlich ohne Blickkontakt. Wir befürchteten Hemmungen vieler Teilnehmer, Fragen zu stellen, weil sie die anderen Webinarbesucher nicht sehen. Auch die Vorstellung, als Trainer in eine kleine schwarze Kameralinse zu reden, ohne die Reaktionen der Teilnehmer zu sehen, war unangenehm.

Und dann kam der erste Lockdown Mitte März 2020. Viele Kunden haben zu diesem Zeitpunkt keine externen Dienstleister mehr ins Haus gelassen. Gleichzeitig gab es ganz neue coronabedingte Herausforderungen, die Auswirkungen auf die Prozesse bei unseren Kunden und auf die Dienstplanung im Speziellen haben. Uns war sofort klar: wir brauchen neue Formate. Auch im Pradtke Campus.

 

 

So funktionieren Formate auf Distanz

Kürzere, maximal vierstündige Trainings führen wir schon seit drei Jahren in Webinarform durch. dadurch können wir auf eine erprobte Webinar-Plattform und Konzepte für Distanzformate zurückgreifen. Darüber hinaus haben viele Kunden bereits erste gute Erfahrungen mit kurzen Webinaren gemacht, sodass es eine große Bereitschaft gab, auf dieses Format zu setzen.

Deshalb haben wir unsere erste Skepsis zur Seite geschoben, sind es angegangen und haben experimentiert: Wie müssen wir Distanzformate gestalten, damit sie für unsere Kunden eine Alternative sind? Was können wir tun, um den Wissenstransfer und die Nachhaltigkeit unserer Angebote zu gewährleisten, auch wenn das Webinar den ganzen Tag dauern muss?

Ein einfaches Mittel, um die größere Anspannung in Webinare zu reduzieren, sind Pausen. Oft und nur so langen wie nötig, um sich etwas Bewegung und ein Getränk zu beschaffen. Anfangs haben wir Pausen vermieden, weil unsicher waren, ob alle Teilnehmer rechtzeitig zurück sind und evtl. Probleme bei der Widereinwahl haben. Die Erfahrung zeigt: überhaupt kein Problem. Die Leitungen bleiben offen, Mikros werden stumm-, Kameras ausgeschaltet und alle sitzen rechtzeitig wieder vor dem Monitor.

Seminarraumfeeling im Webinar

Wir bieten im Webinar die Möglichkeit, per Computer-Audio und idealerweise Headset oder per Telefoneinwahl zuzuhören und mit uns zu sprechen. Wer möchte, kann im Notfall auch über die Fragenfunktion seinen Beitrag tippen. Allerdings wünschen wir uns, dass unsere Teilnehmer mit uns sprechen, sodass alle anderen Webinarbesucher diesem Dialog mit dem Trainer folgen können und ebenfalls davon profitieren.

Wer möchte und über eine Webcam verfügt, ist herzlich eingeladen sichtbar zu sein. Bei Webinaren können fünf Teilnehmer gleichzeitig ihre Cam aktivieren. Es ist viel persönlicher, wenn sich die jeweiligen Dialogteilnehmer in die Augen schauen können und von den anderen gesehen werden. Dadurch entsteht Seminarraumfeeling.

Die Möglichkeit, Handouts zum Download zur Verfügung zu stellen, Abstimmungen durchzuführen oder den Bildschirm eines Teilnehmers zu übertragen (wenn der Teilnehmer dies möchte), sind weitere werthaltige Möglichkeiten. Zusätzlich haben Trainer wie Teilnehmer Zeige- und Zeichenwerkzeuge zur Hand, um etwas auf den übertragenen Folien oder TIMEOFFICE-Screens zu zeigen, zu markieren oder zu skizzieren. Ganz ähnlich wie im Präsenzformat auf dem Beamerbild oder dem Flipchart.

Für Interessierte, die sich ein eigenes Bild machen möchten haben wir eine ausführliche „Bedienungsanleitung für Webinare“ erstellt. Hier geht es zum Download. In der Bedienungsanleitung werden alle Fragen beantworten, die uns bisher zu Webinaren gestellt wurden. Dies ergänzen wir in den nächsten Tagen noch um ein Erklärvideo, in dem wir das Webinarformat vorführen.

 

 

Ein großer Vorteil

Inzwischen konnten wir viele Bedenken ausräumen und Kunden überzeugen. Denn Distanzformate haben einen unbestreitbaren großen Vorteil: weniger Reiseaufwand. Das ist für die Teilnehmenden ökonomisch, zeitsparend und effizient. Und es ist umweltfreundlich, denn es spart CO2 und die Autobahnen sind frei.

Selbstverständlich finden auch wir es schöner, uns mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern persönlich zu treffen und in den Pausen Zeit für Smalltalk zu haben. Sich face-to-face besser kennenzulernen, fehlt uns ungemein. Daher freuen wir uns darauf, Sie bald wieder zu besuchen oder zu unseren Trainings oder auf der Praxisplattform zu begrüßen. Gleichzeitig sammeln wir nun Erfahrung mit weiteren Distanzformaten, sodass wir Veranstaltungen, Trainings und Austauschformate jederzeit remote durchführen können, wenn es notwendig oder einfach sinnvoll ist.

Anja Kiefer-Kaufmann, Leitung Pradtke Campus

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