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28. April 2022 Krankenhaus und Gesundheitswesen, Strategie und Markt

Generationswechsel in der Pflege

Dieter Götz
Team strategische Kommunikation

Der Generationswechsel auf dem Arbeitsmarkt ist in vollem Gange. Menschen mit neuen Sichtweisen, veränderten Lebensentwürfen und Prioritäten rücken nach. Das betrifft auch das Gesundheitswesen. Denn Pflegende sind extrem gefragt. Arbeitgebende müssen sich bei der Personalgewinnung heute auf die sogenannten Generationen Y und Z einstellen, sind diese doch wichtige Gruppen an Arbeitnehmenden. Gleichzeitig stellen Gen Y und Z jedoch andere und neue Ansprüche an Arbeitgebende und an die Arbeitsweise von Pflegekräften. Schauen wir sie uns genauer an.

Als Generation Y bezeichnet man die Menschen, die in den 1980er oder 1990er Jahren geboren wurden und um die Jahrtausendwende Teenager waren. Deshalb spricht man auch von Millennials. Die Generation Z (kurz Gen Z) wird auch Post-Millennials genannt. Denn sie ist die Nachfolgegeneration der Generation Y. Zur Generation Z zählen diejenigen, die 1997 bis 2012 zur Welt gekommen sind.

Arbeitszeit ist Lebenszeit. Aus einer Work-Life-Balance wird eine Life-Life-Balance.

Was zeichnet Gen Y und Z aus?

Beide Gruppen legen einen großen Wert auf Freiheit, Familie, Gerechtigkeit und Gesundheit. Das bedeutet im Umkehrschluss: Arbeitszeit ist Lebenszeit – gerade für die Zugehörigen dieser beiden Generationen. Aus einer Work-Life-Balance wird eine Life-Life-Balance.

Auf den Ausspruch „Das haben wir schon immer so gemacht!“ reagieren sie allergisch. Sie sind neugierig, hinterfragen und interessieren sich für das „Warum“ hinter ihren Aufgaben. Sinnhaftigkeit ist ihnen wichtig.

Generation Y wie Z wünschen sich berufliche Autonomie, Mitbestimmung und persönliche Entfaltung. Eine mobile und flexible Arbeitsweise ist ihnen wichtig.

Worin sich die beiden Generationen unterscheiden, sind die Bereiche Kommunikation und Verbindlichkeit: Während die Gen Z sich möglichst viele Optionen offenhält, hat für die Gen Y Verbindlichkeit einen hohen Stellenwert.

Gen Z ist rund um die Uhr online. Das hat Auswirkungen auf das Kommunikationsverhalten und die Erwartungen an Kommunikation. Deshalb besteht bei ihnen eine eher ungeduldige Erwartungshaltung im Vergleich zur Generation Y.

Beide Generationen macht aus, dass sie den Status Quo hinterfragen. Während etwa die Babyboomer-Generation (1955-1965) eher die in Krankenhäusern meist vorherrschenden hierarchische Zuständigkeiten bevorzugt.

Wie Gen Y und Z im Klinikalltag fördern?

Einrichtungen des Gesundheitswesens, die auf die Erwartungen und Ansprüche ihrer aktuellen und zukünftigen Pflegekräfte eingehen, haben klare Vorteile bei der Personalgewinnung. Dabei können bereits kleine Anpassungen im Arbeitsalltag helfen, dass sich Mitarbeitende aus der Gen Y und Z im Team wohl- und wertgeschätzt fühlen.

Dazu gehören etwa ein zeitnahes Feedback und die frühzeitige Einbeziehung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Prozesse, in denen sie ein Mitbestimmungsrecht haben.

Da beide Gruppen sich darüber hinaus persönliche Entfaltung wünschen, ist das Angebot, aktiv mitzugestalten und eigene Ideen und Innovationen einzubringen, sehr wichtig.

Mitarbeitende aus beiden Gruppen finde es gut, wenn sie sowohl zur eigenständigen Problemlösung angeregt werden als auch zum kritischen Hinterfragen von gewohnten Denkmustern.

Mehr zur Gewinnung und Bindung von Pflegekräften im Whitepaper Employer Branding.

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